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Presse

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Südkurier Singen 04.02.2012 

Aufwärmen bei der Tafel

Stadt und Singener Tafel ergänzen sich, wenn es um die

Unterbringung und Versorgung von Obdachlosen geht.

Die Stadtoase der Seelsorgeeinheit

Singen hat in erster Linie ein offenes

Ohr für die Probleme der Menschen.

Es wird aber niemand abgewiesen,

der sich kurz aufwärmen will – eine

Möglichkeit zum Gespräch ergebe

sich allemal.

Sabine Tesche

Bei den derzeit eisigen Temperaturen ist niemand gern lange draußen.

Menschen ohne feste Bleibe sind von der Kältefront besonders betroffen

und müssen schauen, dass sie irgendwo unterkommen. Die Stadt Schaff-

hausen reagierte auf die Kältefront und bietet warme Unterkünfte für alle

an, berichtet das Schaffhauser Radio Munot. Drei Lokale sind so geöffnet,

dass Obdachlose praktisch nicht mehr im Freien sein müssen. Das Angebot

gilt bis Sonntag. Wenn es so kalt bleibt, wird es verlängert.

In Singen seien derzeit 30 Obdachlose in Notunterkünften untergebracht,

berichtete Axel Huber von der Pressestelle der Stadt. Die Zahl habe durch

den Kälteeinbruch aber nicht zugenommen. Die Stadt könne Obdachlosen

noch Unterkünfte anbieten, aber man stoße derzeit schon an seine Grenzen,

sagte Huber. Die Stadt kann Unterkunft bieten, die Singener Tafel steuert

das Essen bei. Obdachlose, die in den Notunterkünften untergebracht sind,

bekommen in der Tafel ein warmes Essen und können im Tafelladen einkaufen.

„Wenn jemand Hunger hat, bekommt er auch etwas“, erklärte Udo Engelhardt,

Vorsitzender der Singener Tafel. Es werde niemand abgewiesen, auch wenn er

nicht den entsprechenden Nachweis oder Gutscheine bringen kann.

Essensgutscheine gibt es bei der Stadtoase in der Singener Fußgängerzone,

die von der katholischen Seelsorgeeinheit betrieben wird. Die rund 30 ehren-

amtlichen Mitarbeiterinnen haben unter der Leitung von Schwester Leokadia

Ebel in erster Linie ein offenes Ohr für die Menschen, die das Gespräch suchen.

Es werde aber niemand abgewiesen, der sich aufwärmen und einen Tee trinken

will. „Wir sind für die Menschen da“, erklärten Renate Kroll und Doris Dimon.

Auch über das Wetter könne man ins Gespräch kommen. Die Essensgut-

scheine seien stark nachgefragt, auch bei deren Ausgabe ergebe sich die

Möglichkeit zum Gespräch. Die Frauen bieten Hilfe an oder vermitteln Wohn-

sitzlose zum Beispiel an den Jakobushof.

Udo Engelhardt hat die Erfahrung gemacht, dass Wohnsitzlose ihre festen

Routen haben und dass es sie nicht so sehr nach Singen, sondern mehr an

den See zieht. Allerdings waren vor kurzem drei Menschen in der Tafel, die

keine Bleibe hatten und wohl schon mehrere Nächte draußen verbracht hatten.

Die Zahl derjenigen, die zum Mittagstisch der Tafel oder zum Einkaufen in den

Tafelladen gehen, habe sich aufgrund der Kältefront nicht erhöht, es seien eher

andere Gruppen, die kommen. Viele ältere Bedürftige, die zum Beispiel auf

einen Rollator angewiesen sind, bleiben bei Eis und Schnee lieber zu Hause.

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Südkurier Singen 03.02.2012 

Kochen für Bedürftige

Schule fürs Leben: Schüler bereiten das Essen in der Tafel zu.

Aktion Gastköche ist bei der Jugend angekommen

 

Geschnippeltes Gemüse in einer Waschwanne:

Diese Mengen von Essen sind eine ganz neue

Erfahrung für die Schüler, ihre Lehrerin Marina

Indlekofer (4. von links) und Jugendbegleiterin

Christine Kuppel (5. von links). Vöckt

 

Wenn fünf junge Menschen zwischen 13 und 15 Jahren und vier Erwachsene

in einer kleinen Küche herumwirbeln, dann gilt diesmal nicht das Sprichwort:

„Viele Köche verderben den Brei“. Bei den Mengen, die sie zubereiten, sind viele

Hände nötig. Es türmen sich kiloweise Nudeln, Hackfleisch, Gemüse, Salat und

Käse. Daraus werden 70 Portionen Spaghetti Bolognese mit gemischtem Salat

und Pudding zum Dessert. Die Schüler und ihre Betreuer schälen Karotten,

putzen Salat und rühren in riesigen Töpfen. Sie kochen aber nicht für Klassen-

kameraden, sondern für Bedürftige. In dieser Woche gab es zum ersten Mal die

Aktion Jugend kocht für die Tafel.

Die Jugendlichen sind Schüler der siebten, achten und neunten Klasse und besuchen

die Johann-Peter-Hebel-Schule. Sie haben dort im Fach Wirtschaft, Arbeit und

Gesundheit ohnehin ab der fünften Klasse Kochunterricht. Ihre Lehrerin Marina

Indlekofer hat auf Anfrage der Schulleitung die Gruppe zusammengestellt, die in

dieser Woche in der Tafel gekocht hat. „Ich habe die Schüler rausgenommen, die

tion deshalb auch gern wiederholen. Christine Kuppel fasst zusammen: „Sie

machen es freiwillig, sie haben Interesse am Kochen und sind gut darin.“ Die 15-

jährige Melody Bennardo fügt hinzu: „Wir machen es gern für die Leute und es

macht auch Spaß.“

Und nicht nur sie werden wieder dabei sein bei Jugend kocht für die Tafel. Udo

Engelhardt, Vorsitzender der Singener Tafel, hat bereits zwei weitere Jugend-

gruppen in petto, die sich zum Kochen angemeldet haben. „Das Kinderhaus und

die Wessenbergschule haben schon Termine abgemacht“, erzählt Engelhardt. Die

Aktion ist auch nicht auf Schulen beschränkt. Der Tafel-Vorsitzende zählt auf:

„Mitmachen können alle Kinder- und Jugendgruppen, wie zum Beispiel Pfadfinder,

Kindergärten, die Junge Union oder Jugendabteilungen von Sportvereinen. Wir

freuen uns über alle Angebote und sind sehr flexibel.“

Jugend wird bei dem Projekt großzügig verstanden und gilt bis zu einem Alter

von etwa 25 Jahren. Die Idee zu Jugend kocht für die Tafel entstand laut Engelhardt

durch seine Tätigkeit im Verein Kinderchancen. Am Runden Tisch zur Kinderarmut,

an dem auch Vertreter der Johann-Peter-Hebel-Schule teilnehmen, erzählte er

von der Aktion Kochen für die Tafel. Von der Schule kam dann der Vorschlag,

auch Schüler zu Gastköchen zu machen. „Hier können wir den Jugendlichen

mitteilen, dass es auch arme Menschen gibt. Das ist was ganz anderes als im

Gemeinschaftskundeunterricht“, erläutert Engelhardt den pädagogischen

Zusatznutzen. „Sie begegnen den bedürftigen Menschen auf Augenhöhe, das ist

viel näher, viel verbindender. Sie können Berührungsängste und Tabus abbauen.“

Außerdem bekommen die Teilnehmer ein Informationspaket über die Arbeit der

Tafel und die soziale Situation in Singen. Zum Kochen gehören auch das Planen

des Menüs, der Einkauf und die Kalkulation mit dem Budget. „Das sind mehrere

Lernprozesse“, resümiert der Tafel-Vorsitzende.

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Südkurier Singen 11.01.2012 

Tafelgarten fährt Ernte ein

210 Kilogramm Tomaten, 253 Stück Schlangengurken und

56 Kilogramm Möhren – dies ist nur ein Auszug aus den

Ernteergebnissen des Tafelgartens aus dem vergangenen

Jahr. „Wir sind selbst überrascht über die Menge an Obst

und Gemüse“, erzählt Karin Wäschle, eine der Verantwort-

lichen im Tafelgarten.

Freuen sich nach einem erfolgreichen

Einstieg auf die nächste Saison im Singener Tafelgarten: Karin

Wäschle, Reinhold Imhäuser, Udo Engelhardt und Christian Himmel

(von links). Schneider

210 Kilogramm Tomaten, 253 Stück Schlangengurken und 56 Kilogramm

Möhren – dies ist nur ein Auszug aus den Ernteergebnissen des Tafelgartens

aus dem vergangenen Jahr. „Wir sind selbst überrascht über die Menge an

Obst und Gemüse“, erzählt Karin Wäschle, eine der Verantwortlichen im

Tafelgarten. Erst seit Anfang April bewirtschaftet der Tafelgarten, ein Projekt

der Singener AWO, das ehemalige Gelände der städtischen Gärtnerei und

zahlreiche Privatgärten, Streuobstwiesen und andere städtische Grünflächen.

Mehr als 30 Langzeitarbeitslose haben die Möglichkeit für sechs, beziehungs-

weise für neun Monate beim Tafelgarten mitzuarbeiten. Die erwirtschafteten

Produkte werden dann an den Tafel-Laden in Singen gespendet.

„Wir haben Arbeiten und Aufgaben für jeden“, sagt Reinhold Imhäuser, Leiter

des Tafelgartens. Je nach Leistungsfähigkeit und Können würden die Mitarbeiter

eingesetzt. Und manchmal wachsen sie sogar über sich hinaus. „Einige Teil-

nehmer entwickelten hier Fähigkeiten, von denen sie gar nicht geträumt hätten,

dass sie so was können“, erzählt Imhäuser nicht ohne Stolz. Vor allem bei der

Weiterverarbeitung der Produkte aus dem Tafelgarten – beispielsweise werden

die vielen Früchte und Beeren zu Fruchtaufstrich verkocht – hätten viele der

Langzeitarbeitslosen tollen Einsatz gezeigt.

Für Karin Wäschle sind diese Erfolge bei der Arbeit wichtig für die Wiedereinglie-

derung in den Arbeitsmarkt. „Wir stehen hier unter keinem Produktionsdruck,

dennoch haben wir sehr viel Obst und Gemüse geerntet“, lobt Wäschle. Die

Langzeitarbeitslosen werden dem Tafelgarten vom Jobcenter Singen vermittelt.

Während ihrer Tätigkeit bekommen sie Unterstützung bei der Stellensuche. Der

ein oder andere hat sogar während seiner Zeit beim Tafelgarten eine neue

Anstellung gefunden. „Es schmerzt einen schon, wenn fähige Mitarbeiter gehen,

aber es ist unser oberstes Ziel, ihnen zu einer festen Arbeitsstelle zu verhelfen“,

so Imhäuser.

Das Schöne an dem Tafelgarten sei, dass so viele Seiten gewinnen würden, erzählt

Karin Wäschle. Die Teilnehmer bekommen einen geregelten Tagesablauf, positive

Arbeitserlebnisse und viel Motivation. Aus der Bevölkerung habe es durchweg nur

gute Rückmeldungen gegeben, berichtet Udo Engelhard, Leiter der AWO Singen.

Auch bringe man im Tafelgarten den Teilnehmern einen vernünftigen Umgang mit

Lebensmitteln näher. „Wir kochen jeden Tag gemeinsam ein Mittagessen, haben

zu Weihnachten Plätzchen gebacken“, sagt Karin Wäschle. Vor allem würden die

Tafelgarten-Mitarbeiter lernen, wie man mit den Zutaten, die der Garten abwirft,

etwas Leckeres kocht. „Einmal erzählte eine Frau, ihren Kindern sei aufgefallen,

dass sie nun ganz anders und besser koche, seitdem sie bei uns ist“, erzählt Wäschle.

Obwohl der Tafelgarten viele tausende Quadratmeter bewirtschaftet, suchen die

Initiatoren weiter nach Gärten. „Wir wollen Flächen pflegen, die sonst brach liegen

würden“, sagt Imhäuser. Auch Udo Engelhardt wünscht sich, dass der Tafelgarten

zur festen Institution wird und lange Bestand hat. Auch möchten er und seine

Mitstreiter die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Jobcenter weiter

fortführen.

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Südkurier Singen 09.01.2012

Kiwanis-Club bringt nahrhafte Hilfe

Vor sieben Jahren war der Kiwanis-Club Hegau in der Weihnachts-

aktion des SÜDKURIER unter den ersten Gastköchen in der

Singener Tafelküche, seitdem kochen Mitglieder regelmäßig

Die „treuen Seelen“ vom Kiwanis-Club

Hegau kochen seit sieben Jahren regelmäßig im Tafel-Restaurants: Paul

Wrobel und Hans-Peter Rädle (von links). Rossner

Für Udo Engelhardt sind sie die treuesten Seelen, ihr Einsatz zeige ein

wahres inneres Anliegen. Und das soll auch so bleiben: „Wir sind da und

machen weiter, das haben sich die Kiwanis von Anfang an vorgenommen“,

versichert Paul Wrobel. Tätige Hilfe auch vor Ort sei ein Motto des Clubs.

Als Weihnachtsmenü wurden drei Gänge serviert, Chefkoch Paul Wrobel

weiß schon, was bei den Tafelgästen gut ankommt. Und er ist geübt. Das

Kochen hat er allein übernommen, zum Anrichten und Servieren steht ihm

jedes Mal Hans-Peter Rädle zur Seite, weitere Mitglieder springen spontan

ein. Im Laufe der sieben Jahre hat Paul Wrobel 84 Essen gekocht, aber er

will sich nicht hervortun: „Die anderen Mitglieder sind auch tätig, sie bringen

sich in anderen Projekten ein.“

Er kennt die Geschmäcker der Tafelgäste. „Gutbürgerlich kommt am

besten an“, weiß er. Eintopf sei der Renner und in Varianten kommt der

dann öfter auf den Tisch. Die Ideen für Gerichte gehen ihm auch nicht aus.

Entspannt erwarteten er und Hans-Peter Rädle die Tafelgäste zum Kiwanis-

Weihnachtsmenü, alles war fertig vorbereitet. Im Topf brodelte die Suppe

mit Einlage, aus der Backpfanne dufteten Hühnerkeulen mit Pilzen köstlich

aus der Soße, als Dessert gab es Stollen mit Zimtcreme. Paul Wrobel nimmt

Planung des Speiseplans und den Einkauf der Lebensmittel selbst in die Hand,

als Erster kommt er morgens in die Tafelküche und bereitet alles frisch zu.

Und in der Menge nicht nur für die rund 50 Tafelgäste berechnet. Der Kiwanis-

Club bezieht auch das weitere Umfeld der Singener Tafel mit ein. Wenn Paul

Wrobel kocht, dann kommen 75 bis 80 Gerichte aus der Küche. Die Anzahl

der Portionen ist so bemessen, dass auch die Lilie und Mitarbeiter im

Tafelladen mit verköstigt werden können.

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Südkurier Singen 29.12.2011 

Sie schenken einen Tag lang Freude

Auf Initiative eines Singener Busunternehmens kamen Bedürftige

in den Genuss eines kostenlosen Aufenthalts in einem Spaßbad

am Titisee.

Badeparadies-Geschäftsleiter Jochen

Brugger, Christine Mayer, Udo Engelhardt

und Busfahrer Fritz Schuhmacher freuen

sich gemeinsam, den Kindern und Erwach-

senen der Singener Tafel ein gemeinsames

Weihnachtsgeschenk bereitet zu haben.

Joachim Hahne

 

 

Weihnachten, Fest der Liebe und Freude. Funkelnde Kinderaugen unterm

Weihnachtsbaum. So wurde das Christfest vielerorts im Schwarzwald,

Hegau und am Bodensee gefeiert. Doch nicht überall war und ist dies möglich.

Wenn das nötige Kleingeld fehlt, fällt der Gänsebraten aus, gibt es auch für die

Kinder nicht das erhoffte Geschenk. Vor allem Familien aus finanziell schwierigen

Verhältnissen können auch an Festtagen wie Weihnachten keine großen Sprünge

machen. Umso größer war die Freude bei einigen Kindern und Familien aus Singen.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Konstanz und die Singener Tafel hatten auf Initiative

von Christine Mayer von einem Singener Busunternehmen dafür gesorgt, dass

Weihnachten doch ein Fest der Freude wurde. Ein Gutschein für einen Tagesausflug

in das Badeparadies Titisee-Neustadt lag unter dem Baum der bedürftigen Menschen.

Am Mittwoch wurde die ehrenamtliche und freiwillige Aktion umgesetzt. Ausgerüstet

mit Lunch-Paketen einer Rielasinger Bäckerei ging es per Reisebus über den Hegau in

Richtung Schwarzwald. 45 Kinder und 15 Eltern waren mit den Betreuern und

Organisatoren vom Hohentwiel in den Hochschwarzwald gekommen. Drei Stunden

Abwechslung vom meist so tristen Alltag. Spaß und Unterhaltung im „Galaxy“

war angesagt.

Bereits im Vorjahr waren die Kinder und Erwachsenen zu einem Ausflug in den

Europapark eingeladen. In diesem Jahr hatte Christine Mayer die Idee zum Besuch

eines Freizeitbades. Doch zunächst kam von einer Freizeiteinrichtung am Bodensee

eine mehr oder weniger unfreundliche Absage. Nicht so im Hochschwarzwald. Den

kostenlosen Eintritt in das Spaßbad hatte Jochen Brugger, Geschäftsleiter des Bade-

paradieses ermöglicht. „Wir erhalten natürlich viele von diesen Anfragen, können längst

nicht alle ermöglichen. Für Kinder ist es aber schön an Weihnachten so etwas zumachen.

Es ist sicher kein alltägliches Erlebnis. Denn die Kinder kommen alle aus Familien mit

schwierigen Verhältnissen.“ Für die Kinder aus der Maggistadt war es nicht nur des

Wetters wegen ein traumhafter Tag. „Das war ein schönes Weihnachtsgeschenk, ein

tolle Überraschung. Am besten hat mir die große Rutsche gefallen“, erzählten der neun-

jährige Semi und die zwölfjährige Selina vor der Rückfahrt an den Bodensee unisono.

Udo Engelhardt, Mitarbeiter der AWO und der Singener Tafel, dankte Jochen Brugger,

„dass das Badeparadies diese Aktion für die Bedürftigen trotz Hochbetrieb mit einem

kostenlosen Eintritt ermöglicht hat“. Und nach schönen, unbeschwerten Stunden im

Badeparadies ging es wieder in Richtung Heimat.

Doch damit nicht genug. Die Familie Seidel von einem Gasthaus in Rielasingen servierte

noch ein Abendessen samt Getränken. „Wie wir feststellen mussten, ist dies alles

keinesfalls selbstverständlich. Umso mehr gilt der Dank allen, die mitgeholfen haben,

diese Aktion zu ermöglichen“, freute sich die Ideengeberin Christine Mayer.

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Südkurier Singen 15.12.2011

Geschenke mal anders

Viele Kinder des St. Franziskus Kindergarten geben Päckchen für

Weihnachten an die Tafel ab

Die Kinder des St. Franziskus Kindergartens

haben für die Kinder der Tafelkunden viele

Geschenke dabei. Knoch

 

 

 

In der Singener Tafel stapeln sich die mit buntem Papier verpackten Geschenke.

„68 Päckchen haben wir für die Kinder der Tafelkunden dabei“, sagt Christina

Schwager, Leiterin des St. Franziskus Kindergartens. Die Idee entstand in

einer Sitzung des Elternbeirats. „Zu Weihnachten wollten wir eine Organisation

unterstützen, die für die Kinder auch greifbar ist“, erzählt die Vorsitzende des

Elternbeirats Anja Schüttler.

Am Dienstag brachten die Kinder des Kindergartens die Geschenke in die Tafel,

in einer Woche dürfen sie die Kinder der Tafelkunden dann abholen, damit sie

noch rechtzeitig unter den Weihnachtsbaum gelegt werden können. Udo

Engelhardt, Vorsitzender der Singener Tafel, freut sich über die große Hilfe

und so viel Engagement der Eltern und Kinder.

Seit zwölf Jahren besteht nun die Tafel in Singen. Die praktische Arbeit der

Mitarbeiter konzentriert sich auf den Landkreis Konstanz. Die Singener Tafel

gibt aber immer wieder auch Impulse zur Entwicklung zahlreicher Tafeln in

Deutschland.

Christina Schwager ist stolz auf ihre Kindergartenkinder und deren Eltern,

dass diese Aktion einen so hohen Anklang fand. Sie ist der Meinung, dass

Kinder die viel haben auch etwas davon abgeben können. „Mein Büro ist

zwischenzeitlich fast geplatzt“, sagt die Leiterin des Kindergartens. Auch

die Kinder waren fleißig, suchten die Geschenke aus und halfen ihren Müttern

beim Verpacken. Mit der Hilfe dieser Familien werden nun am Weihnachtsabend

viele Kinder mit leuchtenden Augen vor dem Weihnachtsbaum stehen.

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Singener Wochenblatt 14.12.2011

Bescherung bei der Tafel

Von: Oliver Fiedler

Kindergarten St. Franziskus engagierte sich beispielhaft

Ein tolles Geschenk machten die Kinder und Eltern des Kindergarten St. Fanziskus der Singener Tafel. Insgesamt 68 Pakete konnten am Dienstag zusammen an den Vorsitzenden des Tafelvereins Udo Engelhardt übergeben werden. swb-Bild: of

Ein tolles Geschenk machten die Kinder und Eltern des Kindergarten

St. Fanziskus der Singener Tafel. Insgesamt 68 Pakete konnten am

Dienstag zusammen an den Vorsitzenden des Tafelvereins Udo

Engelhardt übergeben werden. swb-Bild: of

Singen (of). Die Kinder des Singener Kindergarten St. Franziskus

konnten jetzt selbst einmal Christkind spielen. Denn sie brachten am

Dienstag ganze 68 Päckchen in das Tafelrestaurant am Heinrich-

Weber-Platz. Mit den Päckchen kann eine ganze Wunschliste für

Kinder aus der Tafel erfüllt werden, wie der Vorsitzende des Vereins

Singener Tafel, Udo Engelhardt, beim Empfang der Kinder erklärte.

Die Idee kam von den Eltern der Kinder. Anja Schüttler vom Eltern-

beirat sagte, dass man gemeinsam auf die Idee gekommen sei, und

alles weitere war ganz einfach: Ein Anruf bei Udo Engelhardt genügte,

und schon ging es mit der Wunschliste an die Arbeit. Natürlich haben

die Kinder die ganzen schönen Geschenke mit eingepackt, sagte Kinde-

rgartenleiterin Christina Schwager. Die „Bescherung“ für die Tafelkinder

kann damit nun am kommenden Mittwoch gefeiert werden, sagte

Engelhard den Kindern, die zum Dank für ihre Spende im Tafelrestaurant

mit Keksen und Kakao belohnt wurden.

Die Kinder kennen die Tafel schon von früheren Aktionen, denn es wurde

schon für die Tafel gekocht. Undo Engelhardt informierte in diesem

Zusammenhang, dass die Tafel für Kochaktionen Zuschüsse von der

„Aktion Mensch“ bekommt, die für den Kauf der Zutaten von Koch-

aktionen zur Verfügung stehen.  Das Angebot steht allen Interessenten

zur Verfügung. Darüber informiert Udo Engelhardt gerne.

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Südkurier Singen 06.12.2011

Kinderleichtes Kochen für Bedürftige

Der Kindergarten Beuren kocht den Mittagstisch für die Tafel.

Jugendgruppen sollen öfter als Gastköche in der Tafel mithelfen

Kinderleichtes Kochen für Bedürftige

 

Die Kinder des Kindergartens Beuren

vor den bereits gedeckten Tischen in

der Tafel. Der gemischte Salat ist die

Vorspeise, des von ihnen zubereiteten

Mittagstisches. Bild: schneider

 

 

Singen – Gemischter Salat, Schweinehalsbraten mit Spätzle und Sommer-

gemüse und frischer Apfelkuchen – dieses Menü bereiten die Kinder des

Kindergartens Beuren für die Besucher der Tafel vor.

Unterstützt wurden die kleinen Köche von ihren Müttern, die tatkräftig in

der Küche mithalfen. Der Elternbeirat des Kindergartens sammelte Geld

und kaufte davon die Zutaten für die Koch-Aktion. „Wir wollten die Tafel

einfach unterstützen und die Kinder haben viel Freude am Kochen“, sagte

Christine Gäbler, Leiterin des Kindergartens. Auch im Kindergarten koche

man ab und zu mit den Kleinen.

Für Carmen Koger, Mutter des vierjährigen Julian, hat diese Aktion auch

einen pädagogischen Wert. Sie hat mit ihrem Sohn darüber gesprochen,

was die Tafel für eine Einrichtung ist. „Ich denke, es ist wichtig zu wissen,

dass ein voller Teller nichts Selbstverständliches ist“, so Carmen Koger.

Für die helfenden Mütter war es auch eine Herausforderung, in so großen

Mengen zu kochen. „Wir haben alle keine Großküchen-Erfahrung“, erzählte

Helga Zier.

Udo Engelhardt, Tafelleiter, wünscht sich, dass dieses Modell Schule macht.

Die Tafel in Singen hat von der Förderorganisation „Aktion Mensch“ 4000 Euro

bekommen, die man gerne in Lebensmittel investieren möchte. Und diese

Lebensmittel sollen von Jugendorganisationen zubereitet werden. „Wir haben

oft Anfragen, dass Jugendgruppen für uns kochen möchten, aber kein Geld

für die Zutaten haben“, berichtete Engelhardt. Jetzt habe man das Geld und

lädt Köche in die Tafel ein, um einen Mittagstisch zuzubereiten.

Die Gastköche dürfen sich ein eigenes Menü ausdenken und auch die Planung

und Organisation übernehmen. Diese Aktion wird seit 2005 durchgeführt und

es haben bereits an mehr als 30 Tagen Gastköche die Tafel-Besucher mit

einem Menü überrascht. „Die Gäste freuen sich über die Aufmerksamkeit und

es entstehen neue Kontakte und Verbindungen“, sagte Udo Engelhardt.

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Südkurier Singen 15.12.2011

Die Kinderarmut wächst

Das Bildungspaket der Bundesregierung kommt am Hohentwiel

nicht an: Jeder neunte Singener erhält Sozialleistungen.

Der Verein Kinderchancen kritisiert die Bürokratie.

Ein Kind schaut ratlos. Udo Engelhardt

zieht eine düstere Bilanz. „Durch die

Einführung des Bildungspakets hat sich

die Lebenssituation der betroffenen

Kinder in Singen eher verschlechtert

als verbessert.“ Miredi – Fotolia

 

Die Zahlen sind alarmierend: Gut 20 Prozent der in Singen lebenden Kinder

unter 15 Jahren sind auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II angewiesen.

SGB II hat die Grundsicherung für Arbeitsuchende zum Ziel, es soll Leistungs-

berechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen

entspricht. Jeder neunte Einwohner der Stadt zwischen 0 und 65 Jahren erhält

solche Leistungen. So viel vorneweg: Das von der Bundesregierung eingeführte

Bildungspaket hat keine positiven Wirkungen unterm Hohentwiel erzielt.
„Kinderarmut ist ein drängendes Problem“, sagt Udo Engelhardt, stellvertretender

Vorsitzender des Vereins Kinderchancen Singen: „Oft sind diese Kinder ausge-

grenzt und in vielen Lebensbereichen benachteiligt.“ Ende Oktober 2010 haben

sich verschiedene Initiativen, Organisationen und Personen zu dem Verein Wir

helfen Kindern e.V. zusammengeschlossen mit dem Ziel, die Kinderarmut in

Singen zu bekämpfen.
Der Verein hat zum Ziel, Hilfsangebote zu vernetzen, Lobbyarbeit für Kinder

aufzubauen und Konzepte zu entwickeln, um die Entwicklungschancen zu

verbessern. Ende November wurde der Verein von Wir helfen Kindern umbe-

nannt, zu oft kam es zu Verwechslungen mit Widmann hilft Kindern in der

Region. Die Tätigkeit des Vereins wird im Wesentlichen vom Vorstand und

dem Runden Tisch gegen Kinderarmut getragen. Dem Vorstand gehören

folgende Personen an: Edelgard Anderson, Rudi Babeck, Udo Engelhardt,

Bernd Häusler, Wolfgang Heintschel, Dirk Oehle und Anita Stadelhofer.

Eine Hauptaufgabe des Vereins ist, zu bereits bestehenden kommunalen und

gesetzlichen Leistungen sinnvolle ergänzende Leistungen für Familien mit

wenig Geld anzubieten. Die Verantwortlichen setzten viel Hoffnung in die

Einführung des Bildungspakets. „Es war allerdings eine geringe Nachfrage zu

registrieren, so dass wir von Kinderchancen über Aktionen und Informationen

für das Bildungspaket geworben haben“, so Engelhardt. Die Ergebnisse der

intensiven Beschäftigung, verbunden mit intensiven Gesprächen mit Kinder-

gärten, Schulen, Familien oder Institutionen, war ernüchternd und liest sich

in Engelhardts Worten so: „Durch die Einführung des Bildungspakets hat sich

die Lebenssituation der betroffenen Kinder in Singen eher verschlechtert als

verbessert. Darauf müssen wir hinweisen.“

Kinderchancen hat im Zuge der ersten Bilanz eine Gegenüberstellung der

Effizienz der Angebote vor und nach Einführung des Pakets für Bildung und

Teilhabe für Familien mit wenig Geld in der Stadt Singen angefertigt. Bei

zentralen Hilfsangeboten wie Mittagstisch und Schülerbeförderung haben

sich deutliche Verschlechterungen ergeben. Manche Angebote aus dem

Bildungspaket werden nur gering nachgefragt. Schulen und Kindergärten

berichten von einem großen zusätzlichen Verwaltungsaufwand, ohne dass

sich Verbesserungen ergeben haben. Engelhardt zieht folgenden Schluss:

„Insgesamt kommen wir zu dem Ergebnis, dass die Einführung und Umsetz-

ung mit einem enormen Aufwand an Arbeit und Geld verbunden ist.

“ Kritisiert wird auch die Tatsache, dass in einigen Bereichen Verwaltungs-

beamte die finale Entscheidung über Förderung treffen – und nicht Pädagogen.

Pädagogen kritisieren auch, dass nur gefördert werden soll, wenn nach dem

Halbjahreszeugnis die Versetzung gefährdet ist. Für den Januar 2012 plant

der Verein Kinderchancen einen Workshop zum Thema „Präventionskette

gegen Kinderarmut“ mit Kira Funke, Fachberatung „Koordinierungsstelle

Kinderarmut“ beim Landschaftsverband Rheinland. Darüber hinaus soll

eine Anlaufstelle Familien mit wenig Geld eingerichtet werden.

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Südkurier Singen 10.11.2011

Blick in die Mülltonnen der Welt

Film „Taste The Waste“ im Kulturzentrum Gems dokumentiert

Wegwerf-Mentalität. Zuschauer uneins über Wirkung

Blick in die Mülltonnen der Welt

Mit dem Doku-Film „Taste The Waste“

stieß das Kommunale Weitwinkel-Kino

auf großes Interesse, im Foyer der Gems

informierten Gruppen wie Attac und

Greenpeace die Zuschauer zum Thema

Wegwerf-Gesellschaft. Bild: Walden

 

 

Singen (wal) Zwei „Mülltaucher“ wühlen durch den Abfall von Discountern, auf

der Suche nach verwertbaren Lebensmitteln. Sie leiden keine Not, sie handeln

aus Protest gegen die immer grotesker werdenden Formen unserer Wegwerf-

gesellschaft. Welche absurden Ausmaße diese bereits angenommen hat, erzählt

der deutsche Filmemacher Valentin Thurn in den darauffolgenden knapp 90 Minuten

in seiner Dokumentation „Taste The Waste“. Das Werk ist vor kurzem mit großem

Echo in deutschen Kinos angelaufen. Das Kommunale Weitwinkel-Kino Singen e.V.

präsentierte den Film in der Singener Gems vor rund 85 Zuschauern. Sie alle

verfolgten zumeist gebannt, wie auch befremdet Thurns Reise durch die Küchen

und Müllkippen der Welt. Alleine in der EU landen laut Schätzungen zufolge rund

90 Millionen Tonnen an Lebensmitteln in der Mülltonne – das meiste davon ist

noch essbar. Thurns Film beschränkt sich jedoch nicht nur auf anklagende Momente,

er zeigt mit reellen Beispielen, wie weltweit Lösungsansätze gegen diesen Wegwerf-

Wahnsinn gesucht und umgesetzt werden. Und er macht auch ohne erhobenen

Zeigefinger klar: „Wir alle sind für diese sinnlose Verschwendung verantwortlich.

Also können wir alle mit unserem persönlichen Handeln dagegen angehen.

Jeder einzelne von uns.“

Wie das direkt vor Ort funktioniert, machte Udo Engelhardt von der Singener Tafel

in einer kurzen Einführung vor Filmbeginn deutlich. Greenpeace und Attac informierten

im Foyer des Kinos die Zuschauer über die aktuelle Lage zu diesen Themen und

positiven Alternativen, die jeder für sich umsetzen kann. Zuschauer Daniel Kovacic

zeigte sich skeptisch gegenüber der Wirkung der ganzen Veranstaltung: „Die Leute,

die heute hier waren, die leben bereits schon sehr bewusst. Der Mensch aber ist

allgemein zu faul und zu egoistisch, um etwas verändern zu wollen.“ Helen Waitz-

Rundel hingegen meinte: „Das ist ein hervorragender Film, er macht Verbrauchern

Mut, die Dinge zu ändern.“

Peter Link vom Weitwinkel-Kino verbuchte die Veranstaltung als vollen Erfolg. Die

Veranstaltung wird deshalb am 20. Dezember um 18.30 Uhr wiederholt.

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Südkurier 03.11.2011  .

Arbeit kann wie Medizin sein

Jahrelang kämpfte Fatma Belfatmi darum, endlich wieder Arbeit zu

bekommen. Eine Chance bot ihr der zweite Arbeitsmarkt –

aber nur auf begrenzte Zeit

Arbeit kann wie Medizin sein Fatma Belfatmi freut sich nach jahrelanger

Arbeitslosigkeit über ihre Anstellung in der

Küche des Singener Tafelrestaurants.

Bild: Sabine Tesche

„Für mich ist die Arbeit wie eine Therapie“

strahlt Fatma Belfatmi. Wenn sie zurückblickt

auf die vier Jahre, die sie ohne Job war,

kräuseln Sorgenfalten ihre Stirn. „Ich habe

so schlecht geschlafen damals. Mein Leben

bestand aus Sorgen und Medikamenten. Ich

war schwach und müde.“ Es klingt als spreche

die 52-Jährige von einer Zeit die meilenweit

hinter ihr liegt. Seit November letzten Jahres

arbeitet sie in der Küche des Singener Tafel-Restaurants. „Jetzt spüre ich wieder

Kraft“, strahlt die gebürtige Algerierin.

Als Fatma Belfatmi mit ihrer Familie 1992 nach Deutschland kam, war sie

voller Hoffnung. Ihr Asylantrag wurde zügig bewilligt. Den ersten Rückschlag

musste ihr Mann einstecken. Sein Diplom als Bauingenieur wurde in

Deutschland nicht anerkannt. Auch Fatma Belfatmi selbst fand aufgrund

fehlender Sprachkenntnisse keinen Job in ihrem Beruf als Bürokauffrau.

Zunächst arbeitete die Mutter dreier Kinder auf der Bodenseehalbinsel Höri

in Hotels oder Restaurants. 2002 zog die Familie nach Singen, um den drei

Kindern den Besuch weiterführender Schulen zu erleichtern. Danach ging es

bergab. Vater Belfatmi wurde krank. Die Mutter plagte zunehmendes Asthma,

eine Zuckerkrankheit wurde festgestellt und mehrere Operationen an der Hand

machten sie arbeitsunfähig.

Motivation ist nicht alles Die Jahre ohne Arbeit beschreibt Fatma Belfatmi

als Jammertal: „Ich war einfach nur noch traurig.“ Ihre Versuche, irgendwo

wieder Tritt zu fassen, schlugen fehl. Schwere Arbeiten darf sie laut ärztlichem

Attest nicht verrichten und mehr als vier Stunden am Tag dürfen es auch nicht

sein. Angesichts derartiger Beeinträchtigungen winken Arbeitgeber lieber ab.

Da hilft auch die Motivation des Bewerbers nicht.

Belfatmis jetzige Arbeit im Tafel-Restaurant ist kein normaler Job. Er wird

maßgeblich von der Arbeitsagentur und dem Landkreis finanziert, der Chef ist

der Verein Singener Tafel. Das heißt aber zugleich: Die Arbeit ist befristet, wie

alle Maßnahmen am zweiten Arbeitsmarkt. Ohnehin wird das Arbeitsförderungs-

instrument „Job-Initiative“, das Belfatmis Rettung war, Mitte 2012 abgeschafft.

Was dann wird, weiß die 52-Jährige nicht. Ihre große Sehnsucht nach einer

unbefristeten Stelle wird wohl nicht in Erfüllung gehen.

Vorstellen kann sich Fatma Belfatmi das noch nicht. „Ich bin total optimistisch“,

strahlt sie trotz allem und hofft, dass sich doch noch irgendein Weg findet.

Die Chancen stehen nicht gut. Die zur Verfügung stehenden Instrumente für

den zweiten Arbeitsmarkt werden immer rarer. Für 2012 ist die nächste

Kürzungsrunde bereits beschlossen.

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Singener Wochenblatt 02.11.2011

Singen: Tafel und Weitwinkel präsentieren

»Taste the Waste«

Film über die Wegwerfgesellschaft im Rahmen einer Matinee

Unsere Wegwerfkultur nimmt der Film »Taste the Waste« kritisch unter die Lupe. swb-Bild: Veranstalter

Unsere Wegwerfkultur nimmt der Film

»Taste the Waste« kritisch unter die Lupe.

swb-Bild: Veranstalter

 

 

 

Singen (swb). Im Rahmen der Filmreihe »Zeitenwende?!« zeigt das Singener

kommunale Kino Weitwinkel in der Gems am Sonntag, 6. November um 11 Uhr

den Film »Taste the waste«. In der EU sollen es allein 90 Millionen Tonnen

Nahrungsmittel im Jahr sein, die weggeworfen werden. Der Dokumentarfilmer

und Journalist Valentin Thurn zeigt nüchtern und reportageartig den fragwürdigen

Umgang mit Nahrungsmitteln aauf.

Die Singener Tafel e.V., ATTAC-Singen und der Weltladen informieren dazu.

Von: Oliver Fiedler

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Zahl der Senioren unter den Gästen der Tafeln wächst

Berliner Morgenpost   Dienstag, 25. Oktober 2011 02:44

Kaum drei oder vier Jahre ist es her, dass nur ein einziger Gast mit einem

Laufwagen zum Essen kam. "Der hatte Multiple Sklerose. Wir haben ihm

dann immer gesagt: 'Peter, stell den Rollator in irgendeine Ecke' - und das

Problem war gelöst", sagt Udo Engelhardt.


Wenn es heute in der Tafel im südbadischen Singen Mittagessen gibt, bietet sich ein

anderes Bild: Oft sind es zehn oder mehr Laufwagen, die den Raum zu versperren

drohen. Inzwischen wurde Platz geschaffen. An der Wand hängt ein Zettel mit der

Aufschrift "Rollatorenparkplatz".

"Über ein Drittel der Leute, die zu uns kommen, sind nicht mehr im erwerbsfähigen

Alter", sagt Engelhardt, der die Einrichtung leitet. Die Tafel-Helfer, die kostenlose

Nahrungsmittel an Bedürftige weitergeben, erleben das, wovor viele Experten seit

Jahren warnen: Die Altersarmut wächst, und sie wird weiter steigen, wenn die Politik

nicht gegensteuert.

Im vergangenen Jahr waren laut Statistischem Bundesamt von jeweils 1000 Einwohnern

ab 65 Jahren 28 Frauen und 20 Männer auf die Grundsicherung im Alter angewiesen.

In den vergangenen fünf Jahren ist der Durchschnitt damit von 21,6 auf 24,6 Menschen

pro 1000 Einwohner gestiegen. Experten sagen für die Zukunft eine steigende Quote voraus.

Der Seniorenanteil unter den Tafel-Gästen steigt deutschlandweit, nach Angaben des

Bundesverbands Deutsche Tafel von zwölf Prozent im Jahr 2007 auf aktuell etwa 17

Prozent. "Wir erwarten auch in den kommenden Jahren eine Zunahme älterer Gäste",

sagt Sprecherin Anke Assig. Daran werde auch der "Regierungsdialog Rente" nichts ändern: "

Man wird damit nur einen kleinen Teil der Rentner erreichen können."

Angesetzt werden müsse an den vielen geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen im

Osten sowie in anderen strukturschwachen Regionen des Landes, sagt Assig: "Es geht

um Millionen von Menschen, die zukünftig eine Rente unterhalb des Existenzminimums

erhalten werden."

Auch Engelhardt von der Singener Tafel rechnet mit mehr Senioren unter den Gästen.

Er kritisiert, dass Staat und Gesellschaft nicht bereit seien, mehr Geld für arme alte

Menschen auszugeben: "Es wird einfach akzeptiert, dass ein immer größerer Teil der

alten Menschen auf Grundsicherung angewiesen ist."

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21. Oktober 2011   epd

Die Tafeln stellen sich auf Millionen Senioren ein

Die Tafeln stellen sich auf "Millionen" Senioren ein

Senioren beim Essen

Rentner, die unter dem Existenzminimum leben, kommen zunehmend in die Tafeln,

um sich dort mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Tafeln rechnen mit einem

deutlichen Anstieg in den nächsten Jahren. Foto: Brigitte Bohnhorst/fotolia

Tafeln - Immer mehr Menschen sind im Alter auf finanzielle Unterstützung des Staates

angewiesen. Die wachsende Armut unter Senioren bekommen die Tafeln schon heute

zu spüren - und richten Rollatorenparkplätze ein.

Von Sebastian Stoll

Kaum drei oder vier Jahre ist es her, dass nur ein einziger Gast mit einem Laufwagen

zum Essen kam. "Der hatte Multiple Sklerose. Wir haben ihm dann immer gesagt:

'Peter, stell den Rollator in irgendeine Ecke' - und das Problem war gelöst", sagt Udo

Engelhardt. Wenn es heute in der Tafel im südbadischen Singen Mittagessen gibt,

bietet sich ein anderes Bild: Oft sind es zehn oder mehr Rollatoren, die den Raum zu

versperren drohen. Inzwischen wurde Platz geschaffen. An der Wand hängt ein Zettel

mit der Aufschrift "Rollatorenparkplatz".

"Über ein Drittel der Leute, die zu uns kommen, sind nicht mehr im erwerbsfähigen

Alter", sagt Engelhardt, der die Einrichtung leitet. Die Tafel-Helfer erleben das, wovor

viele Experten seit Jahren warnen: Die Altersarmut wächst, und sie wird weiter steigen,

wenn die Politik nicht gegensteuert. "Regierungsdialog Rente" nennt sich ein Experten-

gremium, das Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) einberufen hat.

Noch in diesem Jahr sollen unter anderem Vertreter aus Wirtschaft, Sozialverbänden

und Gewerkschaften Schritte erarbeiten, mit denen sich ein Abgleiten von immer

mehr Senioren in die Armut verhindern lässt.

Die Bedürftigen sind nicht mehr mobil

Im Jahr 2010 waren von jeweils 1.000 Einwohnern ab 65 Jahren 28 Frauen und 20

Männer auf die Grundsicherung im Alter angewiesen, erklärte das Statistische Bundesamt

am Freitag. In den vergangenen fünf Jahren ist der Durchschnitt damit von 21,6 auf 24,6

Menschen pro 1.000 Einwohner gestiegen. Experten sagen für die Zukunft eine steigende

Quote voraus.

Singen ist eine Art Brennglas der künftigen Entwicklung. Anders als bei vielen anderen

Orten in der reichen Bodensee-Region handelt es sich bei der 45.000-Einwohner-Stadt

um einen traditionellen Industriestandort. Zwar sind die Arbeitgeber in den vergangenen

Jahren nicht reihenweise abgewandert, doch gibt es eben immer weniger Beschäftigte

in den Fabriken. Wer in der Industrie nicht mehr gebraucht wird, der arbeitet in Singen

nur noch prekär oder gar nicht - und kommt irgendwann ins Rentenalter. Engelhardt:

"Das sind meist gering qualifizierte Leute, oft auch Menschen, die bis in die 80er Jahre

hinein als Gastarbeiter angeworben wurden."

Wie deren Leben aussieht, erfährt Engelhardt, wenn er die Leute fragt, wann sie das

letzte Mal am Bodensee waren, der nur zehn Kilometer entfernt liegt. "Manche Menschen

wissen das schon gar nicht mehr. Wir haben hier viele Alleinstehende, die oft krank und

auf Grundsicherung angewiesen sind. Solche Leute sind nicht mehr mobil. Und das Geld

für Bus und Bahn haben sie auch nicht."

Ausflüge zum Bodensee heben die Lebensqualität

Immerhin hat die Tafel jetzt die Möglichkeit, die Situation etwas zu verbessern. Dank einer

Spende aus der lokalen Wirtschaft verfügt sie über einen neunsitzigen Kombi. In Kooperation

mit der Arbeiterwohlfahrt werden nun Ausflüge zum Bodensee organisiert. Engelhardt will

neue Dienste anbieten. "Dann kann man die Lebensqualität der alten Menschen erhöhen",

sagt er. Es müsse eine Möglichkeit geben, den Gebrechlichsten das Essen an die Haustür zu

liefern. Sein Traum ist eine Art "Tafel auf Rädern".

Der Seniorenanteil unter den Tafel-Gästen steigt deutschlandweit, nach Angaben des Bundes-

verbands Deutsche Tafel von zwölf Prozent im Jahr 2007 auf aktuell etwa 17 Prozent.

"Wir erwarten auch in den kommenden Jahren eine Zunahme älterer Gäste", sagte Sprecherin

Anke Assig dem epd. Daran werde auch der "Regierungsdialog Rente" nichts ändern: "Man wird

damit nur einen kleinen Teil der Rentner erreichen können."

Millionen Rentner unter dem Existenzminimum

Angesetzt werden müsse an den vielen geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen im Osten

sowie in anderen strukturschwachen Regionen des Landes, sagt Assig: "Es geht um Millionen

von Menschen, die zukünftig eine Rente unterhalb des Existenzminimums erhalten werden."

Auch Udo Engelhardt von der Singener Tafel rechnet mit mehr Senioren. Er kritisiert, dass Staat

und Gesellschaft nicht bereit seien, mehr Geld für arme alte Menschen auszugeben: "Es wird

einfach akzeptiert, dass ein immer größerer Teil der alten Menschen auf Grundsicherung

angewiesen ist."

epd

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Singener Wochenblatt 12. Oktober 2011

Singen: Zu viel Bürokratie bei Bildungshilfen

Netzwerk »Wir helfen Kindern« gibt Politikern Aufgaben mit

Ein großer Runder Tisch zum Thema Bildungspauschalen kam am Montag bei der AWO in Singen zusammen um die Probleme bei der Umsetzung vor Ort zu diskutieren: Viel zu viel Bürokratie, viel zu viel Abschreckung für die Bedürftigen und viel zu langsame Behörden wurden kritisiert. swb-Bild: of

Ein großer Runder Tisch zum Thema

Bildungspauschalen kam am Montag bei

der AWO in Singen zusammen um die

Probleme bei der Umsetzung vor Ort

zu diskutieren: Viel zu viel Bürokratie,

viel zu viel Abschreckung für die

Bedürftigen und viel zu langsame

Behörden wurden kritisiert.

 

swb-Bild: of

Singen (of). Seit April werden bundesweit die Bildungsgutscheine für die

Bezieher des Arbeitslosengelds 2 (ALG2) propagiert, die eine Verbesserung

der Versorgung bedeuten sollen. Doch die Bildungsgutscheine werden noch

viel zu wenig in Anspruch genommen. Ernüchternde Zahlen lieferte ein Runder

Tisch, zu dem am Montag Udo Engelhardt und Wolfgang Heintschel als

Vorsitzende des vor einem Jahr gegründeten Netzwerks »Wir helfen Kindern«

in Singen die Schulleiter, Vertreter der karitativen Organisationen und die

Politiker aus Land- und Bundestag eingeladen hatten.

Die Zahlen lieferte Ignatz Wetzel, Leiter des Jobzentrum im Landkreis: Anträge

auf die Unterstützung beim Mittagstisch an den Schulen habe es bislang rund 320

gegeben, Anträge auf Lernförderung durch Nachhilfe wurde nur ganz 38 bisher

genehmigt, Gutscheine für Musikschulen oder Vereinsmitgliedschaften waren es

216, für die Schülerbeförderung 80. Dazu kamen einige weitere Anträge von

Beziehern der klassischen Sozialhilfe und von Wohngeldempfängern. Udo

Engelhardt rechnete dagegen, dass es 5.043 Personen im Landkreis wären, die

(allerdings bis zum 25. Lebensjahr gezählt werden) berechtigt seien, solche

Hilfen in Anspruch zu nehmen. 

Für ihn sind die Zahlen ein Beleg dafür, dass das Verfahren mit den Anträgen,

die jeweils immer noch von den Schulen bestätigt werden müssen, viel zu kom-

pliziert ist. »Das muss einfach alles einfacher und schneller gehen können« ist

sein eindeutiger Wink in Richtung der Politik. 

Wie sehr sich die Situation verändern hat, machte dabei Daniela Wetz, Leiterin

der Hebeschule in Singen deutlich: gerade mal acht Kinder mit Gutscheinen

können dort zum Mittagessen, vor den Ferien waren es noch 42 Kinder gewesen,

die bis dahin vom rührigen Verein »Widmann hilft Kindern in der Region«

unterstützt wurden. Doch der darf nicht mehr fördern, weil dass den Eltern sonst

als Zugewinn verbucht würde und vom Regelsatzbeitrag abgezogen wird.

Ein Problem sieht die Rektorin der Waldeck-Schule, Anja Schuler, schon in der

Regelung, dass die Eltern zur Förderung des Mittagstisch durch das Jobcenter

einen Euro Eigenbeitrag leisten sollen. »An diesem Euro liegt es meistens, denn

den bekommen die Kinder nicht klagt sie.« Und: Viele anderen Eltern, die keine

Hilfen vom Staat erhalten, wollen sich für ihre Kinder den Mittagstisch auch

nicht leisten und lassen die Kinder dann lieber hungrig in der Ganztagesschule«,

ist ihre Beobachtung. Und: die Anträge beschäftigen das Schulsekretariat enorm,

weil der Förderbeitrag genau definiert werden soll, und weil fast jeder Monat

unterschiedliche viele Schultage hat. Das ist Bürokratie pur.

Wie die Schulsozialarbeiterin der Walddeckschule, Birgit Bohl, deutlich machte,

sollte eine Vereinfachung schnell möglich sein: »Was machen wir jetzt mit den

hungrigen Kindern, die vor der Mensa stehen und die nicht mitessen können«,

ist ihre provokative Frage.

Und das ist die nicht die einzige Baustelle der Bildungshilfen: Wie eine Mitarbei-

terin des Tafelladens sagte, hat sie für ihre 4 Kinder das versprochene Busgeld

für die Fahrt in die Schule vom Jobcenter inzwischen für zwei Monate vorstrecken

müssen. Und das ist für sie eine harte Belastung.

Eine Umstellung der Sorftware bei der Kreis-Verkehrsgesellschaft VHB und der

Personalmangel im Jobcenter sollen dafür die Ursache sein, sagt Ignaz Wetzel. 

Die Landtagsabgeordneten Hans-Peter Storz (SPD) und Siegfried Lehmann (Grüne)

wollen nun sehen, wie man das eigentlich vom Bund gesteuerte Thema in den Landtag

bringen kann. Auch MdB Till Seiler zeigte sich empört über die Bürokraktie und

will in Berlin vorstoßen. Die Abgeordneten prüfen auch, inwieweit eine gemeinsame

Initiative gestartet werden könnte.

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Unser Tafelgarten trifft auf großes Interesse. Nach der Zeitung hat unser

Lokalradio SWR 4 eine Reportage gemacht. Danach kam das Fernsehen,

SWR 3 mit der Landesschau und das ZDF mit dem Länderspiegel.

          

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Singener Wochenblatt 14.09.2011

Ein Recht auf den Mittagstisch

Von: Oliver Fiedler

Widmann-Verein verteilt Anträge in Singener Schulen

In fünf Singener Schulen wurden am Dienstag Anträge für die Bildungspauschale zusammen mit Äpfeln und Brezeln an Schüler verteilt. swb-Bild: of

In fünf Singener Schulen wurden am Dienstag

Anträge für die Bildungspauschale zusammen

mit Äpfeln und Brezeln an Schüler verteilt.

swb-Bild: of

 

 

Singen (of). Die im Frühjahr diesen Jahres angekündigten Bildungspauschalen

sind in den Köpfen der Bedürftigen offensichtlich noch lange nicht angekommen.

Denn das Recht auf den Mittagstisch in den Schulen wird derzeit kaum genutzt.

Darauf wiesen am Dienstag Hans Teschner und Rudolf Babeck vom Verein

»Widmann hilft Kindern in der Region« sowie Udo Engelhardt von der Singener

Tafel mit einer Aktion an fünf Singener Schulen hin. »Im Kreis Konstanz wären

nach den Berechnungen des Job-Center rund 7.000 Kinder berechtigt, die Hilfen

des Bildungspakets in Anspruch zu nehmen, doch bisher sind im Job-Center

weniger als 500 Anträge eingereicht worden«, sagt Hans Teschner. Und das ließ

bei ihm die Alarmglocken klingeln. Mit der Unterstützung von Mitgliedern des

Tafelvereins wurden an den Schulen Brezeln, Äpfel und Anträge an alle Kinder

verteilt, damit diese bei den Eltern zuhause ankommen. »Es gibt natürlich in

vielen Familien eine große Scheu zum Job-Center zu gehen«, ist die Einschätzung

von Hans Teschner. Der Antrag schafft viele Vorteile: damit würde der Staat

auch die Beiträge für den Sportverein übernehmen. Die Kinder sollen durch die

Armut der Eltern möglichst keinen Nachteil in Sachen Bildung oder Sozialkontakte

haben war die Intension für das Gesetz.

Hans Teschner hofft, dass mit der Aktion die Zahl der Anträge deutlich ansteigt,

davon erhofft sich auch der Verein eine Entlastung. Bisher übernimmt er die Kosten,

wenn Kinder nicht am Mittagstisch teilnehmen könnten, doch mit Beginn dieses

Schuljahres kann das Job-Center das als Einkunft werden und von der Unterstützung

abziehen, sagte Hans Teschner.

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Südkurier Singen 16.08.2011

Begegnung mit der Kinderarmut

Zu einem Kunstprojekt von Gymnasiasten gehörte auch das

Kochen für die Singener Tafel

Begegnung mit der Kinderarmut

Kochen als Teil eines Kunstprojektes:

Schüler der Klasse 6f des Friedrich-Wöhler-

Gymnasiums waren Gastköche in der Singener

Tafel. Bild: Rossner

 

Singen – So viele Gastköche waren noch niefür die Singener Tafel im Einsatz,

alle 26 fanden in der Küche gar keinen Platz. Die Schülerinnen und Schüler

der Klasse 6f des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums schnippelten an den

Tischen vor dem Tafelladen Gemüse und Obst, zu kunstvollen Gebilden

wurden Servietten gefaltet. In der Küche formten die restlichen Sechstklässler

Hackfleischbällchen und Griesklößchen. Claudia Rehling als Mutter einer

Schülerin hatte den Speiseplan zusammengestellt und half beim Kochen.

Und das im Kunstunterricht in einem Projekt mit Antonio Zecca.

Wie passen Kochen und ein Kunstprojekt zusammen? „Diese Aktion für die

Singener Tafel ist Teil eines Gesamtprojektes zum Thema Kinderarmut in

Deutschland“, erläuterte Zecca. Sein Gedanke war, Kunst auf der Straße mit

sozialer Ausrichtung zu gestalten. Als Orchesterklasse des Jahrgangs hatten

die Schüler in der Stadt musiziert, Passanten zu dem Thema angesprochen

und auch Geld gesammelt, von dem die Lebensmittel für das Mittagessen

in der Tafel gekauft wurden.

Diese Aktion wurde dokumentiert und in vier Kunstbüchern mit Texten und

Zeichnungen zum Thema Armut, Fotografien und den aufgeschriebenen Interviews

zusammengestellt. Im Kunstunterricht waren alle Schüler von diesem Projekt-

vorschlag von Antonio Zecca begeistert. „Die ganze Klasse hat sofort zugestimmt“,

erzählt Konstantin Brucher.

Florin Schwald hatte im Internet über Armut recherchiert und Informationen

von der Singener Tafel in seinem Textbeitrag verwendet. „Das ist ein tolles

Projekt“, fand Florin. Aus einem Kunstprojekt sei soziales Engagement geworden.

Klassenlehrerin Susanne Börgartz freute sich, dass alle begeistert dabei waren:

„Das ist für die Klasse ein Erlebnis, das zusammenschweißt, die Gemeinschaft

fördert und Sensibilität gegenüber anderen entwickelt, denen es nicht so gut geht.“

„Eine runde Sache“, meinte Udo Engelhardt von der Singener Tafel.

Beim Servieren kämen die Schüler auch in Kontakt mit den Tafelgästen.

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Südkurier Singen 12.08.2011  .

Unzureichend

Betroffene sind nicht informiert

Unzureichend

 

Den bekannten Spruch „Stell Dir vor, es ist Krieg

und keiner geht hin.“ (im Original von dem Amerik-

anischen Dichter Carl Sandburg (1878 bis 1967),

Sometime they'll give a war and nobody will come.')

hatte Udo Engelhardt bei der Veranstaltung des

Vereins „Wir helfen Kindern“ zum Bildungspaket

ganz passend abgewandelt.

 

Offenbar ist das Bildungspaket noch nicht bei denen angekommen,

die Anspruch darauf hätten. Wie kann es sein, dass Monate nach dem

Auflegen des Paketes durch das Ministerium von Ursula von der

Leyen in der Region so wenige Anträge vorliegen? Entweder sind

die Familien nicht informiert oder sie haben Hemmungen, einen Antrag

zu stellen, weil sie nicht abgestempelt werden wollen?

Völlig unklar ist anscheinend auch, wie beispielsweise die Umsetzung

des Zuschusses für die Mittagsverpflegung gehandhabt werden kann,

ohne dass die Kinder von ihren Mitschülern als „Bedürftige“ erkannt

werden. Gutscheine (mit einem Eigenanteil von einem Euro) soll es für

eine warme Mahlzeit geben. Wenn das Kind diese aber einfach bei der

Mensa abgibt, bekommen andere Schüler dies mit. Ob sich die Zahl

der gesponserten Mittagessen, die der Verein „Widmann hilft Kindern

in der Region“ seit Jahren bezahlt, deshalb nicht reduziert? Jedenfalls

will der Verein Essen ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr bezahlen,

da es ja hierfür nun das Bildungspaket gibt. Bislang hat der Kinderhilfs-

fonds an die 1000 Essen im Monat in Schulen bezahlt. Sorgen machen

sich die Aktiven im Widmann-Hilfsfonds zwar, dass die Kinder ab dem

neuen Schuljahr dann ohne Mittagessen in der Schule sitzen, aber es kann

ja auch nicht sein, dass der Verein etwas finanziert, wofür es inzwischen

andere Zuschussmöglichkeiten gibt. Damit die Betroffenen besser infor-

miert werden, sollten die zuständigen Stellen – Landratsamt und Jobcenter

– diese besser informieren und nicht einfach nur warten, bis diese von

selbst kommen und Anträge ausfüllen. Beim Paket selbst wird es noch

Nachbesserungen geben müssen. Denn mit zehn Euro im Monat kann auf

keinen Fall der Beitrag für eine Musikschule bezahlt werden. Auch wenn

damit geworben wird, dass diese Leistungen für die soziale Teilhabe

beispielsweise für den Unterricht in künstlerischen Fächern gedacht sind.

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Südkurier Singen 12.08.2011 

Bildungspaket kommt nicht an

Das neue Hilfsangebot für bedürftige Familien wird wenig nachgefragt.

Von dem Bildungspaket sollen vor allem die Kinder profitieren. Experten

vermuten einen Mangel an Information als Hintergrund.

Singen – Der Verein „Wir helfen Kindern“, die Singener Tafel und die Arbeiterwohl-

fahrt (AWO) hatten Interessierte zu einer Informationsveranstaltung über das neue

Bildungspaket eingeladen. Dabei wurde deutlich, dass noch sehr viele Unklarheiten

bestehen und Betroffene oftmals gar nichts von dieser Möglichkeit wissen.

„Stell Dir vor, es gibt ein Bildungspaket und keiner holt es ab“ – schon mit diesem

Satz machte Udo Engelhardt von der AWO deutlich, dass das neue Bildungspaket

noch nicht in den Köpfen der Betroffenen angekommen ist. „Es darf nicht sein, dass

das Bildungspaket gar nicht genutzt wird. Deshalb muss es zum Empfänger gebracht

werden“, so Engelhardt. Wie das geschehen könnte, darüber herrschte aber ein

wenig Ratlosigkeit. Selbst Kommunen wissen oft nicht viel darüber, was Betroffene

machen müssen, wenn sie Ansprüche geltend machen wollen, so die Erfahrung von

Engelhardt.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hatte das Bildungspaket aufgelegt,

damit alle Kinder von Anfang an mitmachen können, sei es im Kindergarten, in der

Schule und in der Freizeit. Familien, die nach dem Sozialgesetzbuch II (Sozialgeld

oder Arbeitslosengeld II), Sozialhilfe, Wohngeld, den Kinderzuschlag oder Leistungen

nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, können das Bildungspaket in Anspruch

nehmen. Nach dem Stand von Mitte Mai sind das im Landkreis Konstanz allein 5043

Kinder, die von Hartz IV betroffen sind und weitere 1815 Betroffene bekommen

Wohngeld oder den Kindergeldzuschlag. Aktuell gibt es beim Jobcenter allerdings

nur 372 bearbeitete Anträge auf das Bildungspaket, berichtete Katja Thönig vom Jobcenter.

Auch der Verein „Widmann hilft Kindern in der Region“ wundert sich, dass die Zahl der

Mittagessen, die er seit Jahren bezuschusst, nicht abnimmt, obwohl es jetzt das Bildungs-

paket gibt.

Ob man nicht alle Betroffenen anschreiben könne, damit sie wissen, dass sie das

Bildungspaket beanspruchen können, wollte Edelgard Anderson vom Verein „Wir helfen

Kinder“ wissen. Dafür fehle dem Jobcenter die technische Ausrüstung, so Jobcenter-

Geschäftsführer Ignaz Wetzel. Dabei hatte die Bundesarbeitsministerin Ursula von der

Leyen bereits vor über drei Monaten aufgrund der geringen Resonanz angekündigt, alle

anspruchsberechtigten Familien bezüglich der Beantragung des so genannten Bildungs-

und Teilhabepaketes direkt anzuschreiben. Gefördert werden sollen mit dem Paket

bundesweit rund gezielt 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche. Die Formulare sind auf

der Homepage des Landratsamtes herunter zu laden. Anträge für alle Leistungen des

Bildungspaketes können beim Jobcenter abgegeben werden, egal, welche Sozialleistung

der Antragsteller erhält.

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Südkurier Singen 08.08.2011

Dankbar über die Arbeit im Tafelgarten

Singen – Es herrscht Aufbruchstimmung im Gewächshaus der ehemaligen

Stadtgärtnerei beim Singener Waldfriedhof. 22 Beschäftigte kümmern sich

emsig um die Bodenaufbereitung, die Anpflanzungen, die Ernte und Verarbeitung

der Früchte. Dankbar über die Arbeit im Tafelgarten Nichts ist schöner, als den Lohn der Arbeit mit Händen greifen zu

können. Hier im Gewächshaus können die

Beschäftigten des Tafelgartens die Früchte

selber ernten. Projektleiter Reinhold Imhäuser

(im roten T-Shirt) gibt Tipps.

Bild: Sabine Tesche

 

Nirgends kann man den Lohn seiner Arbeit so gut erleben, wie im Gartenbau.

Die Tomaten hängen prall am Strauch. „Die Auberginen werden uns aus den Händen

gerissen“, sagt Projektleiter Reinhold Imhäuser.

Seit April hat die Arbeiterwohlfahrt mit dem Aufbau des Singener Tafelgartens

begonnen. Das Projekt läuft in Zusammenarbeit mit dem Job Center des Landkreises,

der Stadt Singen und der Singener Tafel. Es soll Langzeitarbeitslose und schwer

vermittelbare Personen wieder an den allgemeinen Arbeitsmarkt heranführen.

Dazu gehört für Menschen, die lange keiner geregelten Arbeit nachgegangen sind,

dass sie lernen müssen, sich in einen beruflichen Alltag einzugliedern. Also pünktlich

zur Arbeit erscheinen und nicht gleich aufgeben, wenn eine Arbeit ihnen nicht

so gefällt.

In der ehemaligen Stadtgärtnerei scheint das nicht der Fall zu sein. „Wir fangen

um 7.30 Uhr an“, berichtet Reinhold Imhäuser. „Die ersten stehen aber schon um

7 Uhr vor der Tür.“ Das zeuge von einer hohen Identifikation mit der Arbeit,

sagt auch Udo Engelhardt von der AWO. „Der Vorteil hier ist, dass niemand

unter Zeitdruck steht.“ Bedauerlich findet er nur, dass der Einsatz für die Hartz-

IV-Empfänger nach einem halben Jahr beendet ist. Viele würden gerne weiter

machen. Die Erträge werden im Tafelladen verkauft oder in gekochter Form

beim Mittagstisch der Tafel angeboten.

Weil die Motivation seiner Leute so groß ist, hatte Reinhold Imhäuser nun

zusammen mit Udo Engelhardt und Christiane Kaluza-Däschle von der Lokalen

Agenda 21 die Idee, die Dienste des Tafelgartens auch außerhalb des Gewächs-

hauses anzubieten. „Wir können ungenutzte landwirtschaftliche Flächen oder Streu-

obstwiesen kostenlos pflegen, wenn wir den Ertrag dort auch ernten dürfen“, sagt

Imhäuser. „Wir freuen uns auch über gespendetes Obst und Gemüse. Was Hobby-

gärtner nicht verarbeiten können, holen wir gerne ab.“ Die Ernte kommt ebenfalls

der Singener Tafel zugute. Auch Saatgut und Jungpflanzen sind den Mitarbeitern

des Tafelgartens willkommen, ebenso wie Werkzeuge und Küchengeräte aller Art

sowie Marmeladengläser mit Schraubverschlüssen. „Wir freuen uns über die

Unterstützung aus der Bevölkerung“, sagt Imhäuser.

„Auch über Tipps und Ratschläge.“

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Südkurier Kreis Konstanz 18.07.2011 

Bilder geben Einblicke in Armut

Eine Ausstellung der Singener Tafel und der Konstanzer Initiative

„Arm sind die anderen“ macht auf das Thema Armut aufmerksam

Bilder geben Einblicke in Armut

 

Sie eröffneten die Ausstellung mit Fotografien

zum Thema Armut im Singener Rathaus

(von links): Udo Engelhardt, Anna Blank,

Andreas Sauer und Bernd Häusler.

Bild: Karin Zöller

Kreis Konstanz – „Arm sind die Anderen“ ist auch der Titel der Ausstellung

in allen Rathäusern im Landkreis Konstanz, die auf ungewöhnliche Weise

Armut thematisiert. Bei diesem Gemeinschaftsprojekt der Singener Tafel

und der Konstanzer Initiative werden insgesamt 37 großformatige Fotografien

zeitgleich an verschiedenen Orten präsentiert.

„Unser Ziel ist, dass Menschen über Armut in der Gesellschaft nachdenken“,

erklärte Udo Engelhardt, Vorsitzender der Singener Tafel, bei der Eröffnung

der Wanderausstellung im Singener Rathaus. Mit den Bildern, die Szenen

aus dem Tafelalltag sowie Porträts von Mitarbeitern der Tafel zeigen, wolle

man nicht nur den Mangel, den viele Menschen täglich erleben müssten,

thematisieren, sondern auch auf Armutsrisiken oder Ausgrenzung hinweisen.

Die Fotografien, die mit treffenden Zitaten versehen wurden, sollen zudem

die Solidarität eines starken Netzwerks von Helfern und Sponsoren mit von

Armut betroffenen Menschen darstellen. Der Singener Bürgermeister Bernd

Häusler hob in seiner Ansprache hervor, wie wichtig es sei, diesen Menschen

Hoffnung zu geben und sie wieder „ins Boot zu holen“. Auch in Singen würde

die Anzahl an Armen weiter steigen.

Mit einem Betrag von 5000 Euro wurde die Ausstellung durch Mittel aus dem

Landesministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren, im

Rahmen des Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung 2010

gefördert.

Ideengeber sind die Kulturanthropologin Anna Blank und der Fotodesigner

Andreas Sauer, die mit ihrer ehrenamtlichen Initiative „Arm sind die Anderen“

bereits ein Ausstellungsprojekt mit obdachlosen Menschen in Konstanz umgesetzt

haben und nun auch für die Realisierung der Ausstellung in Zusammenarbeit mit

der Singener Tafel verantwortlich zeichneten.

Bis 31. Juli sind die Fotografien kreisweit in den Rathäusern zu sehen. Danach ist

eine Gesamtausstellung im Landratsamt Konstanz geplant. Zudem sollen die Bilder

in Kirchen, Banken oder Geschäften gezeigt werden.

Informationen im Internet:

www.arm-sind-die-anderen.de

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Singener Wochenblatt 04.07.2011

Singen: Stadhallendamen kochen für die Tafel

Von: Oliver Fiedler

Teamwork klappte auch beim Einkauf und am Herd bestens

Die Damen der Stadthalle Singen kochten kürzlich für die Singener Tafel. swb-Bild: kts

Die Damen der Stadthalle Singen kochten kürzlich für die Singener Tafel.

swb-Bild: kts

Singen (swb). Sieben Einlassdamen der Stadthalle Singen kochten für die

Mittagstisch-Besucher der Singener Tafel. Die Idee dazu wurde anlässlich

des Benefizkonzerts von Mundharmonika-Star Michael Hirte mit musikalischen

Freunden für den Tafel-Verein in der Stadthalle geboren. Das Vorhaben fanden

bei Kultur und Tourismus Singen alle toll und so spendierte KTS die Zutaten.

atürlich nicht einfach, ein Essen für 80 Personen zuzubereiten. Doch wie in der

Stadthalle klappte auch in der Küche der Singener Tafel das Teamwork ganz

ausgezeichnet. Und die Essensgäste waren begeistert.

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Südkurier Singen 06.07.2011 

Singener Tafel:

Ausstellung macht auf Mangel aufmerksam

Singen (wis) Mit einer außergewöhnlichen Ausstellung wendet sich

die Singener Tafel e. V. gemeinsam mit der Konstanzer Initiative

„Arm sind die Anderen“ an die Öffentlichkeit. In allen Rathäusern

im Landkreis wird mindestens eine von insgesamt 37 großformatigen

Fotografien an prominenter Stelle gezeigt. Die Bilder zeigen Szenen

aus dem Singener Tafelalltag sowie Portraits von Mitarbeitern. Sie

thematisieren einen Mangel, den viele Menschen Tag für Tag erleben

müssen. Die Ausstellung soll die offene Auseinandersetzung mit dem

Thema Armut fördern. Die Aktion ist als Wanderausstellung konzipiert,

bei der die Bilder nach den Rathäusern auch noch an anderen

symbolischen Orten aufgestellt werden sollen. Im Singener Rathaus

sind die Bilder ab Montag, 11. Juli zu sehen.

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Südkurier Singen 06.07.2011 

Stadthallen-Team kocht für Tafel

Sieben Einlassdamen der Stadthalle kochten für die Mittagstisch-Besucher

der Singener Tafel. Die Idee wurde anlässlich des Benefizkonzerts von

Michael Hirte geboren.

Stadthallen-Team kocht für Tafel Sieben Einlassdamen der Stadthalle kochten

für die Mittagstisch-Besucher der Singener Tafel. Die Idee wurde anlässlich

des Benefizkonzerts von Michael Hirte geboren. Alles wurde frisch verarbeitet:

gemischter Salat, spanischer Eintopf und rote Grütze mit Vanillesoße. 80 Esser

waren begeistert. Alles wurde frisch verarbeitet: gemischter Salat, spanischer

Eintopf und rote Grütze mit Vanillesoße. 80 Esser waren begeistert

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Südkurier Singen  29.04.2011 

Tafel stößt an Grenzen

Singen – Immer mehr Menschen sind auf das Angebot der Tafel

angewiesen. Deshalb hat die Singener Tafel inzwischen weitere

Tafelläden in Radolfzell, Engen, Konstanz und Stockach.

Tafel stößt an GrenzenSie engagieren sich in der Singener

Tafel im Vorstand (von links): Martin Jenett, Anita Hoffmann,

Willy Wagenblast, Udo Engelhardt, Renate Ibbeken, Rosmarie

Classen, Hildegard Gallenschütz, Marie Luise Schmautz und

Inge Schönenberger. Bild: sgr

Allerdings sollen keine weiteren Ableger mehr entstehen, wie der

Vorsitzende Udo Engelhardt bei der Hauptversammlung mitteilte.

Im Januar 1999 war der Verein „Singener Tafel“, der 130 Mitglieder

hat, gegründet worden. Seit November 1999 gibt es den Tafelladen

in Singen. 2005 kam die Konstanzer Tafel mit eigenem Laden hinzu,

2007 dann die Stockacher Tafel. Ende 2008 wurde der Engener

Tafelladen eröffnet, der Radolfzeller Laden besteht nun ein gutes

Jahr. Rund 142 Kunden kommen pro Tag in den Singener Laden.

Dort wurden 2010 rund 37 000 Einkäufe getätigt. Die 739 gültigen

Kundenkarten umfassen schätzungsweise 1600 Menschen, die wegen

ihres geringen Einkommens auf den Einkauf im Tafelladen angewiesen

sind. Seit September 2010 hat der Singener Laden, in dem ein Team

von 21 Mitarbeitern größtenteils ehrenamtlich arbeitet, nur noch an

vier Tagen geöffnet, weil nun mittwochs der Laden in Radolfzell

geöffnet ist.

Der Konstanzer Tafelladen wird von einem Team von 49 Mitarbeitern

geführt. 411 gültige Kundenkarten gibt es dort, in Stockach sind es

derzeit 350 Kundenkarten. Dort ist ein Team von 26 Personen

beschäftigt. Der Engener Tafelladen hat 16 Mitarbeiter, die 115

Kundenkartenbesitzer betreuen, während es in Radolfzell 189

Kundenkarten sowie 18 Helfer sind. „Wir werden keine weiteren

Ableger eröffnen“, sagte Udo Engelhardt. Die Grenze der Kapazität

sei auch beim Tafel-Restaurant in Singen erreicht. Dort werden

täglich rund 45 Essen ausgegeben.

Das Jahr 2010/11 war geprägt von einer Reihe von Anschaffungen

wie einer Tiefkühlzelle, einem neuen Herd sowie zwei Fahrzeugen,

was insgesamt Investitionen von gut 100 000 Euro ergab. Die neuen

Pfandspendenkästen, die in acht Geschäften aushängen, bringen der

Tafel gut 500 Euro Einnahmen zusätzlich im Monat. Im Jahr 2010

hatte die Tafel insgesamt 65 000 Euro an Spenden erhalten, weil

besonders wegen eines neuen Herds für die Restaurant-Küche

geworben worden war. Einen wichtigen Stellenwert hat die

Netzwerkarbeit. So trifft man sich regelmäßig mit dem Tafel

Regioverbund Bodensee sowie der Tafellogistik im Land. „Wir

sind eine von fünf Stellen im Land, die auch Großmengen im

Bereich Tiefkühlprodukte annehmen kann“, so Engelhardt.

Bei den Wahlen gab es nur eine Veränderung bei den Beisitzern.

Richard Wiggenhauser schied als Beisitzer aus. Für ihn rückte

Hildegard Gallenschütz nach.

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Singener Wochenblatt 17.04.2011

Singen: Tafel bald mit „Garten“

Von: Oliver Fiedler

Verein zog Bilanz / Udo Engelhardt bestätigt

Der neu gewählte Vorstand der Singener Tafel wurde um Mitglieder aus Radolfzell erweitert. swb-Bild: of

Der neu gewählte Vorstand der Singener Tafel wurde um

Mitglieder aus Radolfzell erweitert. swb-Bild: of

Singen (of). So  bewegend das letzte Jahre war, so bewegt war auch

die Bilanz der Tafel, die am Freitag Abend in Singen gezogen werden

konnte. Wie der Vorsitzende der Singener Tafel, Udo Engelhardt, in

seiner über einstündigen Bilanz berichtete, hat sich eine Menge getan.

Investitionen von 103.000 Euro hat der Verein mit seinen 130 Mitgliedern

an Investitionen auch dank Spenden gestemmt. Eine Tiefkühlzelle wurde

zur Verfügung gestellt, die Küche im Tafelrestaurant  wurde mit neuem

Gerät ausgestattet, zwei neue Lieferfahrzeuge sind hinzugekommen.

Die inzwischen fünf Tafelläden in Singen, Konstanz, Stockach, Engen und

Radolfzell verzeichneten im letzten Jahr über 63.000 Einkäufe. Davon

entfielen auf den Tafelladen in Singen rund 37.000 Einkäufe, auf Konstanz

16.600, auf Stockach 5.600, auf  Engen 1.270, auf Radolfzell im ersten

Jahr 2.500 Einkäufe. In Singen könne man mit dem Angebot rund 20 Prozent

der an der Armutsgrenze lebenden Menschen eine Hilfe anbieten, damit

sei es auch „gut“ wie Engelhardt sagte. Mehr könne der Verein auch gar

nicht leisten. Im Tafelrestaurant in Singen wurden rund 10.000 Menschen

verpflegt, das sind rund 45 Besucher pro Öffnungstag. Zusätzlich wird

in der „Lilje“ in Singen Süd ein Mittagstisch für Bedürftige geboten.

Über eine neue Software gibt es erste Erkenntnisse über die

Zusammensetzung der Tafel-Kunden. Es sind mehr ältere Menschen,

als bisher angenommen.

Ganz neu wird in diesem Jahr der AWO-Garten in der Region auftauchen.

Ausgangsbasis dafür sind die Gewächshäuser der AWO, die einst von

der Singener Stadtgärtnerei übernommen wurden. Dort sollen nun Produkte

angebaut werden, die auch im Tafelladen angeboten werden können, um

das Angebot weiter zu verstärken. Engelhardt stellt sich vor, dass die

Arbeitslosen auch Streuobstwiesen ernten, um daraus Produkte zu

generieren. Das setze aber voraus, dass entsprechende Angebote von

Grundstücksbesitzern an die AWO gemacht werde. Engelhard sieht hier

ein großes Potential. Die Bilanz, die Willi Wagenblast vorstellte, weist

ein kleineres Defitzit auf als im Vorjahr. Das Spendenaufkommen liegt

mit 65.700 Euro höher als im Vorjahr und bei rund 20 Prozent der Ausgaben.

60 Prozent können durch Verkaufserlöse erwirtschaftet werden. Bei den

Neuwahlen wurde Udo Engelhardt als Vorsitzender für zwei weitere

Jahre mit zwei Enthaltungen gewählt, als zweite Vorsitzende wurde Anita

Hoffmann mit einer Enthaltung bestätigt, als Kassier Willi Wagenblast,

als Schriftführerin Marie Luise Schmautz. Beisitzer sind für die kommenden

zwei Jahre: Inge Schöneberger, Renate Ibbeken und Hildegard Gallenschütz

(erstmals für Radolfzell) Rosmarie Classen und Martin Jenett.

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Singener Wochenblatt 21.03.2011

Tafelfreunde besuchen die Stuttgarter Vesperkirche

Von: Oliver Fiedler

Beeindruckendes Angebot mit Speisen und Kultur /

Eine Vision für den Hegau?

Beeindruckt zeigten die die Tafelfreunde aus dem Hegau über das Angebot der Stuttgarter Leonardskirche. swb-Bild: pr

Beeindruckt zeigten die die Tafelfreunde aus dem Hegau über das

Angebot der Stuttgarter Leonardskirche. swb-Bild: pr

Singen/Stuttgart (swb). Anfang März haben 30 Helfer der Tafeln im

Landkreis Konstanz,  die Stuttgarter Leonhardskirche besucht. Jedes Jahr

zwischen Januar und März wird die Leonhardskirche in der Stuttgarter

Innenstadt zur Vesperkirche. Da werden dann in der Kirche Tische

aufgebaut an denen sich die Menschen zum Essen und Gespräch treffen.

Sieben Wochen lang ist die Kirche ein "Zuhause auf Zeit" für Menschen

aus ganz unterschiedlichen Lebensbereichen. Für  Menschen, für die

Einsamen, die Hilflosen, die Alten und für alle, die Begegnung suchen,

öffnete im Januar 1995 erstmals die Stuttgarter Leonhardskirche mit der

Aktion Vesperkirche ihre Türen; und seitdem jedes Jahr. Manche der

täglich bis zu 1.000 Gäste wollen für sich sein, Zeitung lesen oder Musik

hören. Andere spielen Schach oder Skat. Für Gespräche und Beratung

stehen Diakoninnen und Diakone zur Verfügung. Ab 11.30 Uhr kann man

für 1,20 Euro ein warmes Mittagessen bekommen. Doch auch ohne Geld

kann man mitessen.

Das Interesse der Tafelmitarbeiter an den Vesperkirchen ist sehr groß.

Im Februar haben deswegen drei kleinere Gruppen die Schwenninger

Vesperkirche besucht. Die Tafelmitarbeiter aus Singen, Konstanz, Radolfzell

und Engen waren sehr beeindruckt von der Organisation und dem Geist,

der hinter dieser Idee der Kirche steht. In den sieben Wochen Vesperkirche

haben 500 Helfer dafür gesorgt, das 35.000 Essen und 27.000 Liter warme

und kalte Getränke ausgegeben wurden. An den Wochenenden wurde das

Programm durch kulturelle Angebote ergänzt. Eine wichtige Aussage der

Vesperkirche ist "Es ist genug für alle da und das wollen wir miteinander

teilen". Nach dem Besuch Vesperkirche kam immer wieder die Frage auf, 

"Ist so etwas auch bei uns machbar?"

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Südkurier Singen   02.02.2011

Aktiv gegen Kinderarmut

Singen – Der neue Verein „Wir helfen Kindern“ hat bei seiner

Auftaktveranstaltung die Öffentlichkeit für das Problem der

zunehmenden Kinderarmut sensibilisiert. Rund 60 Gäste waren

zum Vortrag von Heinz Hilgers, dem Präsidenten des Deutschen

Kinderschutzbundes und langjährigen Oberbürgermeister von

Dormagen in den Bürgersaal gekommen.

Aktiv gegen Kinderarmut Starke Impulse für den neuen Verein:

Beim Vortrag über Kinderarmut erzählte Heinz Hilgers (zweiter

von links), was eine Stadt zur Verbesserung der Kinderarmut tun

kann. Mit im Bild (von links) Wolfgang Heintschel, Bernd Häusler

und Udo Engelhardt. Bild: sgr

Er gab den Zuhörern zahlreiche Impulse, wie man der Kinderarmut begegnen

kann. Die besondere Situation in Singen, wo rund 19 Prozent der Kinder

unter 15 Jahren von Sozialgeld leben müssen, hatte zahlreiche Partner

vergangenes Jahr an einen runden Tisch gebracht. Daraus entstand im

Oktober 2010 der Verein „Wir helfen Kindern“, in dem die bestehenden

Angebote gebündelt werden sollen. „In Singen müssen 1250 Kinder in rund

750 Familien von Hartz-IV-Geld leben“, erläuterte der zweite Vorsitzende

Udo Engelhardt zum Einstieg. Man habe einmal alle Angebote aufgelistet, die

es schon gibt, aber es sei unbedingt notwendig, eine Anlaufstelle für betroffene

Familien aufzubauen.

In Dormagen, wo Heinz Hilgers (62) bis 2009 Oberbürgermeister war, geht

man die Sache bereits mit der Geburt von Kindern an. „Die Bezirkssozialarbeiter

besuchen die Familien nach der Geburt eines Kindes. Sie bringen sogar den

Antrag auf Elterngeld mit, um ihn dann mit den Eltern gleich auszufüllen“,

erzählte Hilgers. Bereits ab 1995 hatte Hilgers begonnen, in Dormagen ein

Netzwerk aufzubauen, in dem alle Beteiligten, die mit Familien zu tun haben,

eingebunden sind. Das „Netzwerk frühe Förderung für Familien“ umfasst dort

Arbeitsgemeinschaften zu den Bereichen Schule, Gesundheit, Sprachförderung,

Elternbildung oder Familienzentren, die von einer Lenkungsgruppe koordiniert

werden.

Schon vor Jahren hatten ihm Politiker wie Ursula von der Leyen Fördergelder

angeboten, doch er hatte abgelehnt, wollte kein Leuchtturmprojekt, das nach drei

Jahren kein Geld mehr hat. „Mir geht es darum, dass alle, die mit Kindern,

Jugendlichen und Familien arbeiten, miteinander vernetzt werden und auf der

Basis der Wertschätzung miteinander arbeiten“, betont Hilgers.

Hilgers plädiert dafür, dass alles, was man möglichst früh anfängt, kostengünstig

und von Erfolg gekrönt ist. So biete Dormagen schon allen Kindern ab vier Monaten

eine Garantie für einen Betreuungsplatz an. Wie Dormagen dies gestaltet, wurde in

einem Kurzfilm „So früh wie möglich Integration gestalten“ deutlich. So liegt die

Übergangsquote von der Grundschule auf die Hauptschule in Dormagen bei rund

5 Prozent, in Singen liegt sie bei rund 35 Prozent. Schulen in unterschiedlichen

Sozialräumen müssten dementsprechend passend ausgerüstet werden.

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Singener Wochenblatt 28.01.2011

Singen: Armut ist ein Pulverfass

Netzwerk „Wir helfen Kindern e.V. “ holt Heinz Hilgers

Kinderschutzpräsident Heinz Hilgers sieht unsere Gesellschaft vor dem Armuts-Kollaps. swb-Bild: of Kinderschutzpräsident Heinz Hilgers sieht

unsere Gesellschaft vor dem Armuts-Kollaps. swb-Bild: of

Der im letzten Oktober gegründete Verein „Wir helfen Kindern“

präsentierte sich am Donnerstag Abend erstmals mit einer Veranstaltung

der Öffentlichkeit – und holte gleich den Präsidenten des »Deutschen

Kinderschutzbund«, Heinz Hilgers nach Singen. Der Kinder-Lobbyist

sieht das Land durch die steigende Kinderarmut auf einem Pulverfass:

Im Jahr 2010 galten 2,5 Millionen der 14 Millionen Kinder in Deutschland

bereits als Arm und ihre Zahl hatte sich in den zehn Jahren zuvor verdoppelt.

Bis zum Jahr 2035 werde man – auch durch die demographische Entwicklung

– bei nur noch 10 Millionen Kindern rund 4 bis 5 Millionen Kinder haben,

die auf staatliche Unterstützung angewiesen sein werden. Dazu stellte Hilgers

eine provokante Frage: „Wer wird dann unsere Schulden bezahlen?“ Für ihn

bedarf es großer Anstrengungen, die ganze Gesellschaft vor dem Armuts-

Kollaps zu bewahren, wenn das überhaupt noch gelingt. »Die Bekämpfung

der Armut sollte bereits vor der Geburt eines Kindes beginnen“, ist seine

These und sieht hier auch Gynäkologen in der sozialen Pflicht. Er müsse

erkennen, welche sozialen Risiken mit einer Schwangerschaft verbunden

sind. Denn das Thema Kinder verlagere sich immer mehr in Bereiche der

Gesellschaft, die eher für Armut prädestiniert seien. „Wer nicht geboren

wurde, kann auch keine Kinder kriegen“ ist seine Antwort auf die »Reichen«,

die anderes im Sinn hatten, als für Nachwuchs zu sorgen, das räche sich nun.

Das Thema Kinderarmut müsste seiner Meinung nach auch längst die

Volkswirte in Rage bringen.

Wie nötig der neue Dachverband »Wir helfen Kindern« für die Stadt ist,

machten Bürgermeister Bernd Häusler und der stellvertretende Vorsitzende

des Netzwerks, Udo Engelhardt zur Begrüßung deutlich: Singen liegt mit

seinem Anteil von 19 Prozent Kindern, die auf staatliche Unterstützung

angewiesen sind an der Spitze im Land, das sind 1250 Kinder in 750

Familien, davon 450 allein erziehend. Bei den unter 7-jährigen Kindern

liegt der Anteil inzwischen bei 63 Prozent, was die Thesen von Heinz

Hilgers eindeutig unterstreicht.

Das Netzwerk „Wir helfen Kindern“, in dem fast alle Vereine aus der Stadt

zusammengefunden haben, braucht weiter Helfer, sagte der Vorsitzende

Wolfgang Heintschel zum Abschluss.

Denn die Armut ist ein Pulverfass für die Stadt.

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